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Tierärzte Team Hietzing

Tierarztpraxis 1130 Wien, Bergheidengasse 23, T + F 01/802 35 87

Rohfütterung

B     A      R      F

Biologisch  Artgerechtes  Rohes  Futter

 

Informationen und Anregungen zum Thema „Rohfütterung“,

für Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Lieblinge!

 

„Barfen“ was ist das?
 Was ist B.A.R.F.?


Es ist die Abkürzung für Biologisch Artgerechtes Rohes Futter und bedeutet Fütterung mit rohem Fleisch, kombiniert mit püriertem Gemüse/Obst , Kohlehydraten wie Reis/Reisflocken / Kartoffel , Calzium als   Knochen/Knochenmehl/Eierschalenmehl und  Lachsöl/ Leinöl o.ä.. Keinen wissenschaftlich ausgetüftelten Diätplan, sondern  Futter , das vom Besitzer aus frischen Zutaten selbst zusammengestellt wird und nur aus Zutaten besteht die der Hund braucht und 100% verwerten kann.


 

Warum Rohfütterung ? 

 

Der Hund ist ein Fleischfresser, ein Karnivor und soll auch als solcher ernährt werden.

Das gesamte Verdauungssystem, Zähne, Magen und Darm  des Hundes ist auf die Aufnahme und Verdauung von Fleisch und Knochen ausgerichtet, also  unterschiedlich zum Verdauungstrakt eines Pflanzenfressers und  daher absolut artgerecht.


 

Warum  keinTrockenfutter ?


Es gehört ins Reich der Sagen und Märchen, dass ein Hund jeden Tag die gleiche ausgewogene Mischung aus Fleisch, Getreide, Gemüse und diversen, im Fertigfutter reichlich vorhandenen, Zusatzstoffen wie Mineralien und Spurenelemente etc, zu sich nehmen muss.

 

Der so oft gepriesene „hohe Fleischanteil“ im Fertigfutter  besteht aus tierischen Abfällen, die hier nicht erwähnt werden, weil sie teilweise ekelerregend sind.

Dafür besteht Fertigfutter oft  bis zu 60-90% aus Getreide und durch die Methode, die Dosen z.B. lange haltbar zu machen gehen viele wichtige Inhaltstoffe (sofern vorhanden) verloren.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wieso ein Sack Hundefutter, wo ja angeblich so viele gute Dinge drin sind, so lange haltbar ist ???

 

Und last but not least, wird durch die Vielfalt an Inhalts- und Zusatzstoffen sowie Mais und Weizen im Fertigfutter nicht nur  die Bereitschaft  Allergien zu entwickeln gefördert, sondern häufig werden damit auch Unverträglichkeiten ,  Verdauungsstörungen , unangenehmer Fellgeruch , Hyperaktivität u.a. ausgelöst



Welche Vorteile habe ich durch Rohfütterung?

 

keine/weniger Zahnsteinbildung                    besserausgebildete Muskulatur

kein ekliger Mundgeruch                               weniger Wachstumsprobleme

 schönes, gesundes und glänzendes Fell

ein starkes Immunsystem                              Freude am Fressen

starke Sehnen und Bänder
                              wesentlich kleinere Kotmengen

 


Woraus stelle ich die Mahlzeit für meinen Hund zusammen?

 

Die Grundlage der Nahrung bei der Rohfütterung sind Fleisch, Knochen, Knorpel, Innereien und Fette .

Zu beachten ist, dass nicht nur mageres Fleisch gefüttert wird, da Fett der wichtigste Energielieferant ist. Zum Fleisch gehört    Muskelfleisch, Zunge, Kronfleisch usw. Fleisch kann vom Rind, Ziege, Schaf, Pferd, Wild (in Maßen), Pute, Strauss, Huhn, Kaninchen oder  vom Schwein kommen.

 

Zusätzlich noch gute Vitaminlieferanten sind Innereien  wie Leber, Niere, Milz, Lunge und Herz , Pansen und Blättermagen.

 

Die zweite, wichtige Grundlage der Rohernährung sind Gemüse und Obst . Da dem Hund die wichtigen Enzyme zum Verdauen von Gemüse fehlen, soll es püriert gegeben werden (ganz einfach mit einem Standmixer zu bewerkstelligen)   Gemüse kann zusammen mit Fleisch oder als Einzelmahlzeit gefüttert werden.

An Obst kann prinzipiell alles gefüttert werden, allerdings immer in Kombination mit grünem Blattgemüse.

 

Unverträglich und teilweise giftig ist:

 

Avocados, Melanzani, rohe Bohnen, rohe Erdäpfel, Zwiebel, Hülsenfrüchte, Rettich, Holler (nur die rohe Form).

 

Selten füttern kann man:

 

Reife Paradeiser, Artischocken, Erbsen, und stark ätherisches Öl enthaltende Kräuter – Knoblauch und Bärlauch in kleinen Mengen sind OK.


Eine gute, alternative Fett- und Eiweißquelle sind  Milchprodukte ,die zwar in der Natur in der Nahrung der Fleischfresser nicht vorkommen, aber dennoch ( ausser bei Laktoseunverträglichkeit ) gerne gefressen werden.  Hochwertige Milchprodukte wie Buttermilch, Joghurt oder Dickmilch liefern zusätzlich noch lebende Kulturen, die im Darm nützlich sind. Ebenso enthalten sie reichlich Vitamin D und A. Man kann damit auch Gemüse oder Getreidemahlzeiten schmackhafter gestalten.

Hartkäse ist  eine Alternative zu fertigen, gebackenen Leckerlis, allerdings verursachen große Mengen davon Verdauungsstörungen. Gut verträglich hingegen ist körniger Frischkäse oder Topfen.

 

Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren kann der Hund in seinem Körper nicht herstellen, also müssen sie über die Nahrung  zugeführt werden ( z.B. Lachsöl ).

Da  das Futterfleisch zu wenig Omega 3-Säuren enthält,  ist eine Gabe von z.B. Lachsöl, Borretschöl, kalt gepresstes Olivenöl oder Nachtkerzenöl durchaus sinnvoll und wichtig.  Ihr Liebling dankt es Ihnen mit schön glänzendem Fell und gesunder Haut.

Knochen : rohe Knochen in Mengen der Größe des Hundes angepasst sind gute Kalziumlieferanten ( Huhn, Kalb, Rind , Schwein)  .

 BEACHTE : GEKOCHTE ;GEBRATENE KNOCHEN DÜRFEN NICHT VERFÜTTERT WERDEN - SPLITTERN VERSTOPFEN!!!!!

                                                                                                    ZUSAMMENSTELLUNG

10-20% Gemüse/Obst/Getreide              90% Fleisch  : 50% Muskelfleisch, 20% Pansenbzw.Blättermagen, 15% Innereien, 15% Knorpel

Futtermenge : Richtlinie, je nach Hund, Alter, körperlicher Auslastung, individueller Bedarf  : 2-4 % der Körpermasse

Beachte : über ein bis zwei Wochen gedacht, es ist NICHT notwendig, jeden Tag genau abzumessen!

 

 


 

Für weitere Fragen zum Thema „BARF“, sowie auch alle anderen Anliegen, Ihre Vierbeiner betreffend, stehen wir gerne zur Verfügung.

 

 

 

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